Schlitzschrauben

Schlitzschrauben waren die ersten Schrauben, die auf den Markt kamen. Sie hatten, wie der Name schon sagt, einen kleinen Schlitz in der Mitte, den man mithilfe eines einfachen Schlitzschraubendrehers ein- und ausdrehen konnte. Nachteil war, dass man dabei öfter abrutschte und das Werkstück so beschädigen konnte. Auch war die Kraftübertragung nur recht gering, nämlich nur an zwei Kanten, was eine erhebliche Kraftaufwendung bedeutete. Es fehlte auch eine Zentrierung, so kann man wie oben erwähnt, das Werkzeug nicht richtig in die Klinge aufnehmen. Deswegen sind Schlitzschrauben auch für die Industrie ungeeignet. Hier ist kein maschinelles und automatisiertes Schrauben so ohne Weiteres möglich. Ebenso sind die scharfen Kanten nicht gerade vorteilhaft.
Auch für sehr hohe Drehmomente ist eine Schlitzschraube eher nicht geeignet, weshalb immer öfter stattdessen Kreuzschlitz Schrauben verwendet werden. Daher wird sie überwiegend für filigrane Handarbeit benutzt. Wenn eine Schlitzschraube herausgedreht werden muss, steht man auch vor einem Problem. Teilweise sind die Gewinde mit einem herkömmlichen Schlitzbit nicht mehr richtig fixierbar, was durchaus Schaden an den Materialien anrichten kann.

Je kleiner die Schraube ist, desto schwieriger ist es mit der Fixierung am Werkstück. Daher eignet sich hier ein magnetisches Bit, um die Schlitzschraube besser platzieren zu können – wie beim Uhrmacher oder auch verstärkt im Modellbau. Auch hier findet man zahlreiche Materialien, angefangen von Kupfer über Messing oder verzinktem Stahl. Auch die Gewinde sind unterschiedlich und können für sämtliche Arbeiten speziell gekauft werden. Die Auswahl hierbei ist ebenfalls grenzenlos, auch wenn man verstärkt beobachten kann, dass zunehmend zu anderen Schrauben gegriffen wird.

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