NiMH-Akkus in Akkuschraubern

NiMH-Akkus können bis zu 800-mal aufgeladen werden. Vergleicht man sie mit den NiCd-Akkus, haben sie eine wesentlich höhere Energiedichte und können von daher beim gleichen Gewicht sehr viel mehr Energie speichern. Allerdings haben sie eins gemeinsam: Auch bei NiMH-Akkus tritt im Fall von sehr unregelmäßigen Ladungen der sogenannte Memory-Effekt ein. NiMH-Akkus reagieren im Allgemeinen recht empfindlich auf falsche Polung, Tiefentladung Überladung, Überhitzung oder Tiefentladung mit einer Umpolung, wie sie recht häufig bei in Reihe geschalteten Zellen massiv auftreten kann. Diesem Problem kann man allerdings nicht so ohne Weiteres einfach entgegenwirken. Man kann den Akku nicht einfach einmal vollständig entladen oder wiederholt diese Vorgänge einfach öfter. Dies hat auf die Kapazität überhaupt keine Auswirkung. Im Gegenteil, so werden die maximalen Ladungen schneller reduziert. Hier hilft nur ein richtiges Ladegerät das eine Überladung und Ähnliches von vornherein verhindert.

NiMH-Akkus eignen sich nicht bei Temperaturen um den Gefrierpunkt für den normalen Betrieb. Hier zeigt sich bereits nach kurzer Zeit ein sehr großer Kapazitätsverlust. Bei Temperaturen jenseits der – 20 °C ist ein Betrieb sogar völlig ausgeschlossen. Ein weiteres Problem ist die auftretende Batterieträgheit, hier wird ein Abfall der möglichen Entladespannung wahrgenommen. Das bedeutet also, dass durch die herabgesetzte Spannung kurzfristig mit einem Leistungsabfall zu rechnen ist. Dies geschieht nach häufigen Teilentladungen, kann jedoch wieder rückgängig gemacht werden. Zusammenfassend kann man sagen, dass der NiMH-Akku eine über vierfache Kapazität hat als der NiCd-Akku. Doch dies schlägt sich auch im Preis nieder. Aber sie sind nicht so sehr umweltbelastend, da sie kein Cadmium enthalten.

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