Drehfutter

Als Drehfutter wird das Spannfutter bei den Drehmaschinen bezeichnet. Die gewöhnlichen Futter können, wie bereits erwähnt, regelmäßig geformte, auch runde oder drei- bzw. sechskantige Bauteile in die drei vorhandenen Backen beim Dreibackenfutter. Für das Vierbackenfutter sind hierbei geformte runde, sowie für vier- bzw. achtkantige Bauteile geeignet. Es gibt allerdings auch Sonderformen von Bohrfuttern, die zwei oder sogar mehr als vier Backen besitzen. Werden diese Backen angezogen, bewegen sich diese gleichmäßig in Richtung des Drehzentrums. So kann das Werkstück bzw. das Bauteil immer zentriert befestigt werden. Bei hochtourigen Maschinen treten bei den Spannbacken enorme Fliehkräfte auf.

Um diesen auch entgegenwirken zu können, befinden sich im Inneren des Futters Fliehgewichte. Durch eingebaute Hebel werden die jeweiligen Backen an das Werkstück gepresst. Normalerweise sind die eingesetzten Backen aus extra gehärtetem Stahl. Doch will man ein besseres Rundlaufen erzielen, benutzt man weichere Spannbacken. Denn hier kann man durch das Ausdrehen der Spannbacken das Führungsspiel besser ausgleichen. Drehfutter die von Hand betätigt werden, werden meist bei Drehmaschinen, die konventionell betrieben werden, eingesetzt. Hierfür sind Spannschlüssel vorgesehen, mit denen das Drehfutter geschlossen oder aber auch geöffnet werden kann.

Doch es gibt bei Drehmaschinen auch noch weitere Arten, wie man das Drehfutter bezeichnen kann. Diese kommen allerdings nicht so häufig vor. So gibt es hier noch das Zweibackenfutter, Dreh- oder Spanndorne, Spannzangen oder Planscheiben. Sie alle erfüllen jedoch den gleichen Zweck, sind jedoch anders aufgebaut. Für Bohrmaschinen hat sich in der letzten Zeit eher das Schnellspanndrehfutter durchgesetzt.

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