Ein Bohrfutter hat im Allgemeinen die Aufgabe, den Bohrer oder den Bit fest in der Bohrmaschine zu verankern. So kann man präzise arbeiten und die Löcher schlagen nicht aus, nur weil der Bohrer nicht fest und exakt sitzt. Das Bohrfutter einer Bohrmaschine funktioniert oft auf die Weise, dass der zu fixierende Bohrer zwischen drei Spannbacken eingespannt wird. Hierbei spricht man auch von einem Dreibackenfutter. Eine derartige Bauweise hat den Vorteil, dass fixierte Werkzeugeinsätze, wie z. B. Bohrer, sich so optimal zentrieren lassen. Dies ist insbesondere bei den schnell drehenden Bohrmaschinen sehr wichtig.
Im Innersten dieses Bohrfutters befindet sich eine kleine Schraube, die sich, beim Zusammendrehen der Spannbacken, selbstständig in einen Kegel schiebt und somit den entsprechenden Werkzeugeinsatz spannt. Wesentlich höhere Spannkräfte bieten Zahnkranz-Bohrfutter, die durch das Festspannen mit einem genormten Bohrfutterschlüssel geschlossen und geöffnet werden können. Die neuere Generation im Heimwerkerbereich sind Bohrfutter mit Schnellverschluss. Diese sind mittlerweile sehr beliebt, benötigen sie doch für das Feststellen des Einsatzes kein zusätzliches Werkzeug.
An Fräswerkzeugen und kompakten Bohrwerken müssen diese Maschinenbohrfutter wegen der wesentlich höheren Drehmomente zusätzlich noch mit einem speziellen Werkzeug angezogen werden. Hierzu gibt es allerdings eine Besonderheit. Bei Bohrfutter für Steinbohrer (SDS-Bohrfutter), diese sind meist am Bohrhammer angebracht, muss die axiale Bewegung durchgängig möglich sein. Daher wird dieses Bohrfutter nicht durch Kraftschluss gespannt, sondern mittels Formschluss durch Übertragung des Drehmoments. Doch dies soll nur einen allgemeinen Überblick über die unterschiedlichen Bohrfutter verschaffen. Es gibt natürlich für jeden Zweck das passende Futter, auch hat jede Maschine bzw. jedes Modell andere Bohrfutteraufsätze. Auch kommt es darauf an, welches Material man bearbeiten möchte und welche Bohrmaschine man zur Verfügung hat. Man kann diese aber unter Umständen auch auswechseln. So muss man sich nicht für jede unterschiedliche Tätigkeit eine andere Bohrmaschine anschaffen.







