Astlochbohrmaschinen finden überwiegend in der Holzindustrie Anwendung. Wie der Name schon vermuten lässt, werden diese bei der Holzbearbeitung, vorwiegend für das Ausbohren einzelner Äste aus Balken und Brettern verwendet. Der Sinn dieser speziellen Bohrmaschine ist leicht erklärt: Astlöcher sind eine Schwachstelle im Material. Ebenso ist ein Astloch, abhängig von der endgültigen Verwendung, ein optischer Makel, der den Wert des Werkstückes nachhaltig senkt. So kann man diese Maschinen meist in Sägewerken oder großen Schreinereien finden, welche die Bearbeitung des Holzes noch selbst übernehmen. Diese werden, je nach Wunsch des Kunden, als Wandmaschine oder in Ständerbauweise in der Werkstatt angebracht. In der Standardform besitzt diese mindestens drei bis maximal fünf Bohrspindeln, die jeweils einzeln über einen Mechanismus des angebrachten Hebels nach unten gedrückt und durch die eingebaute Feder wieder, fast automatisch, in die vorherige Ausgangslage zurück bewegt werden kann. Ein gleichzeitiges Bewegen der Spindeln ist allerdings nicht möglich. Doch dies ist eh nur sekundär zu bewerten. Doch wenn das Astloch herausgebohrt wurde, blieb immer noch das Loch im Holz zurück, was einen nicht unerheblichen Makel des Holzes bedeutete.
Daher wurden die Astlochmaschinen, gerade aus diesem Grund, stetig weiterentwickelt. So entstanden zwecks Arbeitserleichterung selbstständig arbeitende Astflickautomaten. Diese arbeiteten auf die gleiche Weise wie die herkömmlichen Astlochmaschinen. Doch diese bohren die Löcher nicht nur aus, sondern spritzen gleichzeitig eine gewisse Menge Leim in das Astloch, um es anschließend wieder mit einem Dübel oder auch einem Zapfen zu verschließen. So kann das Holz ganz einfach weiterverarbeitet werden, da der Makel durch diesen erweiterten Arbeitsschritt ausgemerzt werden konnte. Entsprechend hochwertige Maschinen sorgen für ein Reparaturbild, bei dem nur noch der geschulte Fachmann erkennen kann, dass mal ein Astloch im Werkstück vorhanden war. Deshalb lohnt es sich für die holzverarbeitende Industrie, die aktuelle technologische Entwicklung der Astlochbohrmaschinen im Auge zu behalten und gegebenenfalls den eigenen Maschinenpark entsprechend aufzurüsten.






